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Progressive Relaxation nach Jacobson


Wenn der Alltag von Terminen, Hektik und Hetze bestimmt wird, dann gerät die Balance zwischen Anspannung und Entspannung  leicht verloren. Das kann sich zum Beispiel in Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Schlafstörungen ausdrücken.

Das Erlernen einer Entspannungsmethode gibt Ihnen die Möglichkeit, zur Stressregulation bewusst Phasen eines intensiven Ruhegefühls einzuschalten und damit das Wohlbefinden für Körper und Seele zu steigern.


Überlegungen zur Progressiven Relaxation

Die Progressive* Relaxation** basiert auf dem untrennbaren Zusammenspiel von Muskulatur und Gehirn. Es werden in 16 ganz einfachen Übungen bestimmte Muskelgruppen angesprochen und systematisch zuerst angespannt und dann entspannt. Durch diesen Wechsel wird das Lösen von Spannungen gezielt eingeübt.

Entspannung einfach lernen

Diese Methode eignet sich für Einsteiger besonders gut, weil die Übungen keinerlei Vorkenntnisse oder Fähigkeiten voraussetzen und die Wirkungsweise schon nach den ersten Übungen spürbar wird. Schon in zwei bis vier Wochen kann bei täglichem Üben erreicht werden, dass die neue Fähigkeit in problematischen Situationen, zum Beispiel im beruflichen Alltag, unmittelbar genutzt werden kann.

Zum Erlernen eignen sich besonders Kurse mit bis zu 12 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die von einer durch Weiterbildung qualifizierten Person geleitet werden sollten. Vorteilhaft ist es, wenn die Kurse im Sitzen durch geführt werden, dann fällt der Transfer in den Alltag leicht. Es bieten sich Kurse mit 6 bis 10 Terminen in wöchentlichem Abstand an, die zwischen 60 und 90 Minuten dauern.


Ziele

Die Ziele des Trainings sind, es früh zu erkennen, wenn die Balance aus dem Gleichgewicht kommt, sich selbst eine hohe Achtsamkeit zu schenken und den Zustand von allgemeiner Ruhe und Gelassenheit - jederzeit im Alltag - willentlich herbeiführen zu können.


Entspannung verändert messbar physiologische Parameter

Neben der leicht spürbaren Entspannung der quergestreiften Muskulatur zeigt die Progressive Relaxation direkte Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem und die Konzentration von Stresshormonen im Blut. Daraus leitet sich die Änderung des "Betriebsklimas" im Körper ab, die im Einzelnen zum Beispiel eine Erweiterung der Gefäße mit sich bringt. Der Blutdruck nimmt ab und die Herzfrequenz wird gesenkt. Die Atmung wird ohne gezielte Beeinflussung langsamer und gleichmäßiger. Die Bereitschaft zum Schwitzen nimmt ab und die Hirnstromaktivität (EEG) verändert sich in Richtung Alpha-Wellen, die Kennzeichen sind für tiefe Entspannung.
Allgemein gesagt: Es wird eine Abnahme stressbedingter Krankheitserscheinungen beobachtet.


Geschichte

Die Progressive Relaxation wurde 1908 erstmalig vom Physiologen Edmund Jacobson vorgestellt. Er selbst modifizierte das Entspannungsverfahren in den folgenden Jahren und beschrieb es 1933 in einer Veröffentlichung. Durch das Autorenteam Thomas Bernstein und Douglas Borkovec (1973) wurde die Methode zeitgemäß angepasst. Diese Beschreibung gilt heute als internationaler Standard.



*in Körper und Seele fortschreitendes
**Wieder-Lösen